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So wie früher soll's wieder werden: ein Blickfang
So wie früher soll's wieder werden: ein Blickfang

Bis 2011: zugewachsen und verwildert
Bis 2011: zugewachsen und verwildert

(v.l.n.r.) Dr. Patrick Adenauer, Paul Bauwens-Adenauer, Dr. Joachim Bauer, Beatrice Bülter, Michael Melles
(v.l.n.r.) Dr. Patrick Adenauer, Paul Bauwens-Adenauer, Dr. Joachim Bauer, Beatrice Bülter, Michael Melles

 

Die Kölner Grün Stiftung sammelte Spenden für ein großes Projekt im Volksgarten: Die Sanierung des historischen Aussichtsrondells mit Blick auf den Volksgartenweiher. Die Schmuckanlage wurde zum gepflegten Kleinod für Jung und Alt gemacht. Da die Pflege der Rabatten nachhaltig nicht zu finanzieren ist, bekamen die Hecken einen Formschnitt. Alte Holzbänke wurden ersetzt, das verrottete Geländer überarbeitet und neu gestrichen. Insgesamt wurde die Bastion von Wildwuchs befreit. Die Projektplanung, Bauleitung und Bauaufsicht oblag dem Grünflächenamt. Eine Sponsorentafel wurde aufgestellt.

Der Volksgarten wurde 1887 bis 1889 im Zuge der neuzeitlichen Stadterweiterung von dem damaligen Gartenamtsleiter Alfred Kowallek als Landschaftspark angelegt. Das etwa zehn Meter tiefer liegende Gelände war Teil einer ehemaligen Rheinrinne und bot aufgrund der Höhenunterschiede vielfältige Möglichkeiten zur Anlage unterschiedlicher Landschaftsbilder. Von dem höher gelegenen und im Krieg zerstörten Restaurationsgebäude am Eifelwall entwickelt Kowallek diagonal den Park querend die Hauptsichtachse und verleiht dem Park somit eine enorme Tiefe. Das geschwungene und immer wieder Schleifen bildende Wegesystem erschließt den gesamten Park und führt den Besucher in als malerische Naturausschnitte gestaltete Teilräume. Ein ehemaliges Fort der inneren preußischen Befestigung wird in ein "grünes Fort" mit vorgelagertem Rosengarten umgewandelt. Eine große zentrale Wiesenfläche, die bei Anlage des Parks nur zu bestimmten Zeiten betreten werden durfte, verleiht dem Park in Verbindung mit dem angrenzenden Weiher eine gewisse Weite und Offenheit. Dieser Weiher wird durch eine in den See reichende Halbinsel, auf der sich ein Biergarten mit einer Kahnpachtstation befindet, und ein geschwungenes Ufer naturnah gestaltet. Der als Felsenschlucht ausgebildete Wasserfall unterstreicht diese malerische Gestaltung, die in den See hineinragende Bastion setzt sich jedoch ganz bewusst davon ab. In Verlängerung der Hardefußstraße schiebt sich die Bastion mit einer halbrunden Mauer kraftvoll in den See hinein. Links und rechts sind noch die "natürlichen" Felsformationen erkennbar, die von dieser Kraft zur Seite geschoben wurden. Die bewusste architektonische Gestaltung der Bastion und die regelmäßige Ausgestaltung der darauf befindlichen Platzfläche unterstreichen die Absicht, die steinerne Stadt an dieser Stelle tief in den Park hineinzuführen.